6. Mai 2010

,,Jetzt halt doch mal deinen Mund,,

                                                                -oder:                           

(Shoppingsüchtige?) Gestresste Mütter beim Schuhekaufen


Ich muss ja ehrlich sagen, ich hab in meinem Leben schon viel erlebt. Teils privat, aber viele Schicksale habe ich durch meinen Beruf als Kinderpflegerin erfahren und mitfühlen müssen.

So auch wieder heute. Ich kam mit guter Laune und pünktlich aus meiner Arbeit und wollte  in mein Auto einsteigen, als ich fast meinen Augen nicht mehr traute..
Zwei Autos neben mir fuhr eine Frau mittleren Alters einen Randvollen Einkaufswagen zu ihrem Vehikel.
Soweit so gut, ist ja heute nichts besonderes mehr........ Dachte ich mir jedenfalls, denn von den Tiefen des Wagens kamen kleine Schluchzer heraus. Zuerst hielt ich es für einen Hund, doch nachdem Die gute Frau ungefähr die Hälfte ihres Einkaufs in den Kofferraumgepackt hatte, erkannte ich das verheulte Gesicht eines kleinen Mädchens das so c.a. 2 Jahre alt war.

Doch anstatt ihr Kind zu trösten und zärtlich in den Arm zu  nehmen, herrschte die Mutter die Kleine an doch gefälligst still zu sein, da es sonst was setze. Sprachs, und packte Kind und Kegel ins Auto.

Ich gebe zu, ich habe schon viel erlebt, aber das setzt all dem wirklich den Hut auf..

(doch Achtung,das beste kommt noch)

Da ich unbedingt noch neue Schlappen brauchte, fuhr ich noch eben zu D. (meinem Lieblingsschuhladen)

Und ratet mal, wen ich dort traf.........?

RICHTIG

Die selbe Mutter, das gleiche Kind und wieder eine Situation zum Kopfschütteln:

Ihr kennt doch sicher diese Fernsehecken bei Deichmann, in denen man seine Kinder vor die Glotze hocken kann. Während man selbst in aller Ruhe nach Schuhen shoppt.

Ich gebe zu, ich habe meinen kleinen Bruder mit 7 auch schon mal für kurze Zeit dort gelassen um nicht dauernd nach ihm zu suchen.
Aber was diese gute Frau da gemacht hat... lässt mich eigentlich nur noch den Kopfschütteln:

(Ich habe euch mal ne Skizze gezeichnet, damit ihr so ungefähr versteht was ich meine)


Verfrachtet sie das arme Kind mir nichts, dir nichts auf die Bank und verschwindet in die (geschätzte) 15 Meter entfernte Damenschuhabteilung.



Und jetzt hier mal die (wahrscheinliche) Logik der Firma D.
Mutter (35, total gestresst) kommt mit Kind ( durchschn.2-12 J. ) und vollen Einkaufswagen in Filiale A.
Setzt ihr Kind vor dem Fernseher ab um in Ruhe einkaufen zu können.

Eine Weile ging das ja auch gut: Das Kind ließ sich von der Dauerberieselung ablenken. Doch nach ungefähr 10 Minuten wurde es der Kleinen scheinbar langweilig.
Sie rief immer wieder nach ihrer Mama. Erst zaghaft und leise, später dann immer fordernter und quengeliger.

Doch anstatt zu reagieren, shoppt die Mutter munter weiter als ob nichts wäre. Erst nachdem das Kind WIRKLICH tränenüberströmt von Regal zu Regal und Mama , Mama rufent im Laden umherirrte, wachte die Mutter aus ihrem Shoppingwahn auf und ,,tröstete,, das Kind mit den Worten: ,,Warum bist du denn nicht hintergekommen?``



                                          Traurig.


oder was sagt ihr dazu?